
Auch wenn unser Club ein reiner 18+ Club ist, engagieren wir uns außerhalb der Nachtveranstaltungen aktiv für Jugendkultur, die Förderung junger Newcomer und die Entwicklung komplett neuer Talente.
Unser Projekt bietet im Rahmen modular aufeinander aufbauender Workshops die Grundlagen für angehende Djs sowie für Neugierige, die einfach mal in diesen Bereich hineinschnuppern wollen.
In einer Mischung aus Theorie und Praxis werden alle für das DJing relevanten Themen angeschnitten, anschließend vertiefen wir individuelle Schwerpunkte.
Soziale Verantwortung
Wir möchten Jugendlichen die Möglichkeit geben, erste Erfahrungen mit dem Nachtleben – auch wenn es am Tage stattfindet – in weltoffenen Clubs machen zu können, in denen Akzeptanz und Diversität völlige Normalität sind, und Awareness nicht nur ein neumodernes Wort ist, sondern gelebt wird. In den Workshops beschränken wir uns nicht nur auf das rein technische Know-How, sondern darauf, wie die Szene insgesamt aus einem Zusammenspiel von Achtung, Respekt und einem kollektiven Miteinander funktioniert.
Nach jedem Workshop wird es eine Jugendparty mit Neulingen aus den Workshops an den Decks geben, an der ausnahmsweise Jugendliche bereits ab 14 Jahren teilnehmen dürfen, auch nach oben hin gibt es Limits. Eine Party von Jugendlichen für Jugendliche. Auf diesen Events wird ein erhöhtes Awarenesslevel bereitgehalten, da der Umgang miteinander in einer großen Community auch erst erlernt werden muss.
Diversität und patriarchale Strukturen
FLINTA*¹-Personen sind in der DJ-Szene nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Das liegt nicht an mangelndem Interesse oder Talent, sondern häufig an strukturellen Hürden, fehlenden Vorbildern und einem Umfeld, das historisch von Männern dominiert wurde. Eine Quote bei DJ-Workshops kann dabei helfen, diese Ungleichheiten auszugleichen und einen niedrigschwelligen Zugang zu schaffen. Sie sorgt dafür, dass FLINTA*¹-Personen die Möglichkeit erhalten, Erfahrungen zu sammeln, Netzwerke aufzubauen und ihre Fähigkeiten in einem unterstützenden Rahmen zu entwickeln. So wird nicht nur die Vielfalt hinter den Decks gestärkt, sondern langfristig auch eine gerechtere und vielfältigere Club- und Musikkultur gefördert.
Aus diesem Grund sind die verfügbaren Plätze geschlechterausgeglichen verteilt.
¹FLINTA*: Die Abkürzung dient als inklusive Bezeichnung für alle Menschen, die von patriarchaler Diskriminierung betroffen sind und sich nicht als Cis-männlich identifizieren. FLINTA* ist ein Akronym aus dem Queerfeminismus und steht für Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nichtbinäre, Trans* und Agender Personen. Der angehängte Asterisk dient als Platzhalter, um alle weiteren Geschlechtsidentitäten und queeren Lebensweisen einzuschließen, die nicht ausdrücklich genannt werden. Der Begriff Cis (von lateinisch Cis = „diesseits“) beschreibt im gesellschaftlichen Kontext Personen, deren Geschlechtsidentität mit dem Geschlecht übereinstimmt, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Und nein, die Akzeptanz von queeren Menschen macht das Leben weder schwerer noch nimmt irgendwem irgendwas weg. Beruhige dich, Jürgen!
Der Workshop im Überblick
Die Workshops bestehen aus mehreren Modulen, die aufeinander aufbauen und ineinander greifen. Die Anmeldung für einen Workshop umfasst direkt die Anmeldung zu allen Modulen. Jedes Modul besteht aus einem theoretischen Teil mit anschließender praktischen Anwendung zum Testen und Üben. Am Ende des Workshops erhältst du ein Zertifikat.
Die Teilnahme an dem Workshop ist Dank der Förderung durch den Fachbereich Kunst und Kultur der Landeshauptstadt Magdeburg für Teilnehmende kostenfrei.
Modul 1
Einführung & Orientierung
+ Praxis an den Decks
Modul 2
Technische Grundlagen
+ Praxis an den Decks
Modul 3
Übergänge & Sets I
+ Praxis an den Decks
Modul 4
Übergänge & Sets II
+ Praxis an den Decks
Modul 5
Strukturen der Clubszene
+ Praxis an den Decks
Modul 6
Awarness & Verantwortung
+ Praxis an den Decks
Modul 7
Recht & Beruf
+ Praxis an den Decks
Modul 8
Kreativität & Performance
+ Praxis an den Decks
Zusätzlich zu den Dj Workshops finden in Kürze auch Workshops zur Lichtsteuerung statt. Hier geht es darum, interessierten Jugendlichen erste Grundlagen der Live-Lichtsteuerung, sowie der Lichtshowprogrammierung zu vermitteln. Sowohl an klassischen Steuerpulten mit DMX-Protokoll, als auch mit Programmen wie Madrix und Daslight, die neben DMX auch das ArtNet Protokoll verwenden.
